Karlheinz Essl

Close the Gap

for three tenor saxophones
1990



Alte Straßen - Neue Wege: Energie durch Klangspaltung (Wolfgang Schaufler)
in: Der Standard (Wien, 30.4.1990)

Was [das Festival] "Österreich heute" aber eigentlich wertvoll macht, das ist die Möglichkeit, den Weg junger österreichischer Komponisten kontinuierlich zu verfolgen. Es läßt sich nicht ohne Berechtigung fragen, ob Karlheinz Essl, der 1960 in Wien geborene Cerha-Schüler, ohne dieses Forum jenes hohe Niveau erreicht hätte, das seine letzten Arbeiten auszeichnet.

Close the Gap für drei Tenorsaxophone ist so nicht als programmatische Aufforderung zu verstehen, die Kluft zur gefeierten, internationalen Avantgarde zu schließen. Essl's neues Werk entspricht kompositionstechnisch höchsten Anforderungen. Mit Hilfe des Computers vollzieht er eine Art Klangspaltung und erschließt damit neue Materialien, die er Klangtypen nennt. Im Aufeinanderprallen dieser neu gewonnen Tonqulitäten setzt er für heimische Komponisten ungewohnte Energien frei.



Ist halt "Neue Musik"... (Edwin Baumgartner)
in: Wiener Zeitung (Wien, 30.4.1990)

Größere Qualitäten hatte an diesem Arbeit nur Close the Gap für drei Tenorsaxophone von Karlheinz Essl: Disparate Strukturen nähern sich einander an, allerdings um den Preis ihrer Individualität, sie verkommt zur Klanglosigkeit. Das Werk schöpft aus seinem Verlauf viel Spannung, Konstruktion verwandelt Essl in Ausdruck.



Subtil-wach mit K. Essl (Karl-Heinz Dicht)
in: Neue Kronen-Zeitung (Graz, 6.4.1994)

Der Wiener Komponist Karlheinz Essl stand im Zentrum des Frühlingsprogramms im Stainacher CCW [Cultur Centrum Wolkenstein]: Das superbe junge französische Saxophonquartett XASAX bestritt die Veranstaltung. (...) Close the Gap für drei Tenorsaxes ist streng durchkomponiert; "saxistische" Klangphänomene werden mittels Computer zu formal wie gestaltlich stringenten Klangtypen-Strukturen kombiniert.



Karlheinz Essl (Peter Maragasak)
in: Chicago Reader (Chicago, 15.4.1999)

The music of the Viennese composer Karlheinz Essl is a case study in the disintegration of boundaries between improvisation and composition. On the 1995 compilation Rudiments (TONOS), which includes several examples of his imaginative abstract writing (Met him pike trousers, Helix 1.0), Essl travels easily between two modes, particulary on Close the Gap, a composition for three tenor saxophones. Though it is driven bey an unmistakable logic, the piece nevertheless reveals many hallmarks of the extended technique practiced by improvisers - the percussive pops, the legato arcs, and the staccato unisons.



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Updated: 9 Apr 2015