Karlheinz Essl

colorado

for saxophone quartet and live-electronics
2005/2006


Reviews

Durch den Fleischwolf der Elektronik (Michael Wruss)
BRUCKNERHAUS: Zeitgenössisches samt Essl-Uraufführung
in: Oberösterreichische Nachrichten, Linz 21.04.2004

(...) "colorado" heißt die neueste Komposition Karlheinz Essls, deren Inspiration auf einer Reise durch die USA beruht. Die Saxophone mutieren zu Röhren, die urwüchsige Atemgeräusche und Resonanzen gefiltert erklingen lassen, und zum Ausgangsmaterial für die elektronische Verarbeitung machen.

Essl scheint den klassischen Ton des Instrumentes beinahe herauskomponiert zu haben. Durch Vierkanal-Soundprojektion entstanden Echowirkungen, die zu einer Urgewalt massiv strömender Klangfluten anschwollen, deren Oberfläche durch immer neue Impulse aufgebrochen wurde. (...)


UA von Pernes und Essl im Brucknerhaus (M. Wr.)
in: Österreichische Musikzeitschrift, 6/2006

(...) In dieser Hinsicht spannender war das Konzert des Wiener Saxophonquartettes (26.4.). Seit beinahe 20 Jahren zählt dieses Ensemble in Österreich zu den allerersten Adressen in zeitgenössischer Musik. Trotz vielfacher Umbesetzungen hat das Ensemble nicht nur seine Affinität zur Neuen Musik bewahrt, sondern setzt auch die Tradition, Werke für diese seit den 20er Jahrfen klassische Bläserbesetzung zu bestellen. Karlheinz Essl saxophonistische Klanginstallation als Auftrag erlebte ihre Uraufführung.

(...) colorado nannte sich dann die neueste Komposition Essl, den dazu eine USA-Reise inspirierte. Die Saxophone mutierten zu Röhren, auf denen sich Atemgeräusche und faszinierend durch Resonanz mutierte Klänge produzieren lassen, die das Ausgangsmaterial für die elektronische Verarbeitung darstellten. Essl spielt dabei mit den ungewöhnlichen Geräuschen und Klängen und schien den klassischen Ton den Saxophons beinahe herauskomponiert zu haben. Dieses verfremdete Klangmaterial wurde nun durch Essls Live-Elektronik weiter verzerrt und durch die Vierkanal-Soundprojektion entstanden Echowirkungen, die in ihrer Überlagerung und Abmischung mit dem aktuell Gespielten zu einer Urgewalt massiv strömender Klangfluten anschwollen. Die scheinbar ebenmäßige Oberfläche wurde durch immer neue Impulse Wasserstrudeln gleich aufgebrochen. Für die konzentriert musizierte Uraufführung (...) gab es heftigen Beifall.



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Updated: 9 Jun 2006