Karlheinz Essl

mise en scène

for 4 ensemble groups
1998



Das Ensemble "die reihe" wurde 40: Die Nostalgie der Pioniere (Wolfgang Fuhrmann)
in: Der Standard, Wien 4.6.99

(...) Um aber nicht in den Ruch des Konservativismus zu kommen, hatte man auch einen Kompositionsauftrag vergeben: Karlheinz Essls mise en scène präsentierte sich, engagiert dargeboten, als ein spätes Stück instrumentales Theater: Ein Aneinander-vorbei-Reden von vier Instrumentengruppen, durchsichtig instrumentiert und von klarer Formgebung, und mit pessimistischem Ausgang, was die Fähigkeit der Instrumente zu kommunikativer Vernunft anlangt. (...)



Seit vierzig Jahren sehr wichtig: Im Schubertsaal feierte man Cerha und das Ensemble "die reihe" (Franz Endler)
in: KURIER, Wien 4.6.99

(...) Eine Uraufführung des immer noch jungen Karlheinz Essl bewies, daß es Komponisten gibt, die nach eigenen Theorien die Nachfolge der einst revolutionären "Seriellen" angetreten haben. Und dabei wienerisch phantasievoll mit dem Klang von Instrumenten umzugehen wissen. (...)



Würstelverkäufer (Gerhard Kramer)
in: DIE PRESSE, Wien 4.6.99

(...) Die Uraufführung von mise en scène aus der Feder des Cerha-Schülers Karlheinz Essl ergänzte das "historische" Programm [mit Werken von Webern, Pousseur und Boulez] mit einem Werk von ähnlicher Dichte und Konsequenz der kompositorischen Arbeit. (...)



Fast ein Déjà-vu-Erlebnis (Christine Dobretsberger)
in: Wiener Zeitung, Wien 4.6.99

(...) mise en scène ist in neun ineinander übergehende Abschnitte aufgeteilt. Der dramatisch konzipierte Auftakt findet sich auch in weiterer Folge in regelmäßig auftretenden Sequenzen wieder. Eine durchgehend aufbrausende Charakteristik, die sich in Anlehnung an den Titel als "inszenierte Musik" spiegelt. Zugeschnitten auf absehbare Höhepunkte, werden Spannungsfelder aufgebaut, die geheimnisvolle wie unabgeschlossene Züge tragen. Gegen Ende des 15minütigen Werkes reduziert Essl das Geschehen auf ein reduziertes Klangmaterial, das leise verebbt. (...)



40 Jahre Musik: "die reihe" (Oliver A. Láng)
in: Meue Kronen Zeitung, Wien 4.6.99

(...) Dafür gefällt aber Karlheinz Essls Uraufführung mise en scène auf Anhieb. Das wohldurchdachte Konzept überzeugt, überall entdeckt man Ideenreichtum und Originalität. (...)



Wortloses Musiktheater und einsamer Aufbruch bei "WIEN MODERN" (Walter Weidringer)
in: DIE PRESSE, Wien 13.1.99

Erregte Flügelkämpfe zwischen Trompete und Posaune, vergebliche Vermittlungsversuche des Horns, insistierendes Ausbreiten der eigenen Sicht des allen gemeinsamen Materials: Beredt, fast geschwätzig im Durcheinanderargumentieren der vier Ensemblegruppen gab sich Karlheinz Essl "mise en scène" (1998) - verfahrene Gesprächsituationen, ungeschönt gezeichnet. (...)



Drei brilllante Rätselwelten. Musikverein: Kontrapunkte bei "Wien modern" (Peter Jarolin)
in: KURIER, Wien 13.1.99

Ein komponierter Film, ein Lebensmelodram und ein verwüstetes Land - die Rätsel der Menschheit lassen sich durchaus in Töne setzen, rufen Verstörung, Entzückung oder Ratlosigkeit hervor. Für das Festival "Wien Modern" führte Dirigent Peter Keuschnig im Brahms-Saal des Musikvereins sein Ensemble Kontrapunkte durch irritierend-brillante Welten.
Cineastische Erwartungen weckt Karlheinz Essls neunteiliges Werk mise en scène, wobei der erste Takt als Keimzelle jeder in Dialoge oder Machtkämpfe aufgeteilten Entwicklung fungiert. Ein schillernder Organismus, der viele Überraschungen birgt. (...)



STROMA'S PERFORMANCE COMPLETELY IN STYLE (John Button)
in: The Dominion, Wellington (NZ), 24.02.2002

Webern's severely minimalist Symphony Op.21 was good for cleansing the musical palette, and "mise en scene" by the Austrian composer Karlheinz Essl produced sounds that titillated the ear. It included a variety of small instrumental ensembles playing with, and against, one another...



STROMA PLAYERS START FESTIVAL WITH A STUNNER (Lindis Taylor)
in: Evening Post, Wellington (NZ), 24.02.2002

Karlheinz Essl's "mise en scene" contained real music that often penetrated the avant-garde straitjacket that composers of his generation tend to adopt: the piece, for string quartet and six wind instruments and percussion, suggested a film score. It was entertaining as well as intellectually interesting.



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Updated: 29 Sep 2009