Reviews

Rapprochement (1992) für Violine und Violoncello
von Karlheinz Essl



Konzerte kurz (Thomas Gabler)
in: Neue Kronen-Zeitschrift (Wien 15.11.1992)

Im Rahmen von "WIEN MODERN" präsentierte Karlheinz Essl in einem Gesprächskonzert [in der "Alten Schmiede"] sein neues Werk Rapprochement für Violine und Cello. Das fünfzehnminütige Stück ("Annäherung"), erdacht als "Flügel" eines Triptychons, setzt sich mit dem Eigenleben und den Möglichkeiten der beiden Streichinstrumente auseinander.

Essl zieht Bilanz seiner Erfahrungen mit der Kybernetik. Mit Hilfe eines Computers erstellt er ein System des Näherkommens der Instrumente. Kompositorisch zeigt Essl mit Rapprochement bei dem zu Beginn "die Geige säuselt und das Cello klotzt" (Essl), das untrügliche Gespür für moderne Ästhetik. Ohne Dagewesenes zu persiflieren!



Flirrende Dialoge und virtuose Klänge (Gertrud Firnkees)
in: Neuen Musikzeitung (6/97)

(...) Nächstes Werk war "Rapprochement" (1992) für Violine und Violoncello von Karlheinz Essl. Dem Thema gemäß entfaltete sich zwischen den beiden Instrumenten ein vorsichtiges Annähern und ein Dialog mit weit auseinanderliegenden Intervallen und flirrenden Sekundenbewegungen. Das Miteinander, Gegeneinander und Nacheinander wurde mit wohldosierten instrumentalen Verfremdungen verbrämt. Es endete im dreifachen piano. Der Komponist, dessen Musik man als eine Verbindung von Darmstädter und sogenannter dritter Wiener Schule ansehen kann, lehrt derzeit Computermusik an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz...(...) Viel Beifall für ein außergewöhnliches Ensemble und auch für ein interessantes Programm.

[Anläßlich eines Konzertes des "Ensemble Köln" am 8.3.97 im Gasteig, München]



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Updated: 6 Sep 2004