Portrait KHE


downside up

for 4 spatially distributed ensemble groups,
conducted by a computer program

Commissioned by the Musikrat Hamburg
Part of the project Eine Reise ins 21. Jahrhundert



Allgemeines

downside up entstand als Auftragswerk des Hamburgischen Musikrats für das Schulprojekt "Eine Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts". Die Aufgabe bestand darin, eine Komposition für den 11. Jahrgang der Gesamtschule Mümmelmannsberg zu entwickeln, die dann gemeinsam erarbeitet und von den SchülerInnen selbst aufgeführt werden soll.

Das Stück ist für vier Ensemblegruppen konzipiert, die auf vier Podesten sitzend die Eckpunkte eine imaginären Quadrates markieren, innerhalb dessen sich das Publikum während der Aufführung befindet. Jede Gruppe besteht aus 5-6 SchülerInnen, eine Person davon fungiert überdies als DirigentIn. Die Koordination der vier Gruppen wird durch ein eigens dafür entwickeltes Computerprogramm bewerkstelligt. Dieses bestimmt während der Aufführung, welche Gruppen gerade miteinander spielen und welche Gruppen sich in einem Wartezustand befinden. Die Übermittlung dieser Information erfolgt über Lichtsignale: über jeder Gruppe befinden sich ein Theaterscheinwerfer. Wird dieser eingeschaltet, bedeutet das für die jeweilige Gruppe, eine bestimmten Klangtyp zu spielen, der zuvor vom Dirigenten mittels Handzeichen bekanntgegeben wurde. Sobald der Scheinwerfer erlischt, verstummt auch das Spiel. In dieser Pause wählt der Dirigent einen anderen Klangtyp aus, welcher beim nächsten Einsatzsignal ausgeführt wird.

Für dieses Stück waren zwei zentrale Aspekte ausschlagebend: 1) sollten die Schüler mit ungewöhnlichen Klangphänomenen bekannt gemacht werden, die sie selbst realisieren können und 2) sollte anstelle eines vorgegebenen Ablaufes ein zufallsgesteuerter Prozess treten. Da der Ablauf des Stückes nicht von vornherein festgelegt ist sondern sich - unvorhersehbar - erst im Moment der Aufführung ergibt, ist eine besondere Wachsamkeit von Seiten der Ausführenden erforderlich. Dieser damit erreichte Zustand der permanenten Aufmerksamkeit und Konzentration soll der Aufführung einen rituellen und ernsthaften Charakter verleihen. Dies wird zudem auch durch die Lichtinszenierung verstärkt, durch welche die Gruppen sozusagen ein- und ausgeschaltet werden.

In diesem Stück gibt es weder herkömmliche Instrumente noch eine Partitur - Grundvoraussetzung von Musik, wie man meinen möchte. Stattdessen kommen ungewöhnliche Klänge zum Einsatz, auf die die Schüler während der Aufführung reagieren können (mehr dazu später). Aus dem Ineinanderwirken von "objektiven" Zufallsentscheidungen (die vom Computer via Lichtsignale an die einzelnen Gruppen übermittelt werden) und der subjektiven Entscheidung, welche Klänge gespielt werden, wird ein unvorhersehbarer Klangprozess in Szene gesetzt, der sich wie ein Organismus vor den Ohren der Spieler und Zuhörer entfaltet.


Klangtypen

Die materiale Grundlage von downside up bilden 9 verschiedene Klangtypen, die als Material den vier im Raum verteilten Schülergruppen zur Verfügung stehen:

Klangtypen an der Tafel


FLASCHE
Auf Colaflaschen gleichen Typs werden - chorisch - lange Liegetöne gespielt. Da die Flaschen baugleich sind, ensteht dabei ein konstanter "drone", der jedoch durch kleine mikrotonale Abweichungen (bedingt durch unterschiedlichen Anblasdruck und geringfügige Abweichungen in der Flaschengeometrie) belebt ist. Die einzelnen Spieler in einer Gruppe sollen allerdings nicht synchron blasen: jeder Schüler soll seinen eigenen Rhythmus von langsamem Ausatmen (= Anblasen) und langsamen Einatmen (= Pause) beibehalten, damit es so zu unterschiedlichen Überlagerung und den damit verbundenen Intensitäts- und Dichteschwankungen kommt.
RASCHELN
Erzeugung eines gleichmäßigen Geräuschteppichs durch Reiben und Knüllen von weichem Zeitungspapier. Jeder Spieler führt dabei eine mit den anderen nicht synchronisierte Verdichtung und Verdünnung des Klanges aus, welches durch langsameres bzw. schnelleres Reiben erzeugt wird.
GROOVE
Rhythmisches Auseinderziehen eines Zeitungspapierbogens. Das gemeinsame Tempo wird dabei vom Dirigenten der Gruppe angegeben. Tempoveränderungen (accelerando, ritardando) sind möglich und werden vom Dirigenten initiert.
QUIETSCHER
Durch Auseinanderziehen und Loslassen der Einblasöffnung eines gefüllten Lauftballons werden Quietschgeräusche erzeugt. In jeder Gruppe gibt für diesen Klangtyp drei Spieler: zwei davon bilden ein Paar, das wie bei Frage und Antwort abwechselnd möglichst abwechslungsreiche Klänge erzeugt, die Sprach-Charakter haben sollen. Ein dritter fungiert als Störer, der dieses Frage- und Antwortspiel kommentiert und unterbricht.
SCRATCHER
Gefüllte Luftballons, deren Einblasöffnung verknotet ist, werden mit den Händen gerieben. Die dabei entstehnden "Scratch"-Geräusche sollen wieder den Charakter einer exaltierten Sprache haben. Wie beim QUIETSCHER wird dieser Klangtyp von drei Spieler realisiert, die im Verhältnis Frage - Antwort - Störung zueinander stehen.
POWERMIX
Ein kreisförmig entlang der Innenseite eines Metalltopfes geführter Schneebesen erzeugt ratternde metallische Klänge. Die Rührgeschwindigkeit wird von jedem Spieler individuell verändert; dabei sollen kontinuierliche Tempoveränderungen (accelerando - ritarndo) erzeugt werden.
SHAKER
Mit getrockneten Maiskörnern gefüllte Getränkedosen werden kreisförmig bewegt und gelegentlich geschüttelt. Die Geschwindigkeitsveränderungen werden wieder von jedem Spieler individuell gestaltet.
WASCHBRETT
Werden in jeder Gruppe von einem Solisten mit Fingerhüten gespielt, wobei verschiedene Spielweisen zum Einsatz kommen, die beliebig verwendet werden können: zartes Reiben, scharrendes Schleifen und klickerndes Klopfen.
TAFEL
Hinter jeder Gruppe befindet sich eine große Tafel, der beide Seitenflügel aufgeklappt sind. Zwei Spieler klopfen mit Kreidestücken (eines in jeder Hand) rhythmische Muster an die Tafel. - Während des ganzen Stückes wirken die Tafeln wirken ausserdem als akustische Linsen, die die in den jeweiligen Gruppen gespielte Klänge reflektieren und in das Zentrum (in dem sich das Publikum befindet) projizieren.


Shaker

SHAKER
  Groove

GROOVE
  Flasche

FLASCHE


Aufführung

Die einzelnen Gruppen befinden sich auf vier Podesten, die um das Publikum herum aufgebaut sind. Auf jedem Podest befinden sich zwei nebeneinander gestellte Tische, hinter denen die Schüler - bis auf den Dirigenten - sitzen. Der Dirigent steht vor dieser Gruppe, mit Blickrichtung auf sie. Jeder Gruppe ist ein Satz Scheinwerfer zugeordnet, die sie von oben beleuchten.

Auf den Tischen hat jeder Schüler seine Klangutensilien (Luftballons, Zeitungen, Flaschen, Töpfe mit Schneebesen) vor sich aufgebaut; und zwar so, dass er jedes Gerät sofort und lautlos zur Hand nehmen kann. Hinter jeder Gruppe befindet sich eine aufgeklappte Schultafel - sie dient nicht nur als Klangerzeuger für den Klangtyp TAFEL, sonder auch als akustischer Reflektor.

Das Publikum sitzt auf sternförmig angeordneten Bänken in dem von den vier Podien abgesteckten Terrain. Durch diese Aufstellung wird keine bestimmte Hörrichtung vorgegeben, da alle Positionen gleichwertig sind.


Aufführungsort


Während der Uraufführung am 6. Februar 2002 in der Gesamtschule Mümmelmannsberg (Hamburg) fungierte der Komponist Karlheinz Essl als Hauptdirigent. Er befand sich dabei ausserhalb des durch vier Podeste abgegrenzten Carrées. Durch Betägigung einer Taste des Computers wurde zufällig eine neue Kombination von miteinander spielenden Gruppen bestimmt und diese durch Ein- bzw. Ausschalten von Scheinwerfern kommuniziert. Der Komponist konnte damit nur bestimmen, *wann*ein Wechsel stattzufinden hat, nicht aber, welche Gruppen zu einem bestimmten Zeitpunkt miteinander spielen oder sich im Wartezustand befinden. Die Entscheidung, welche Klänge gespielt werden sollen, oblag aber ganz im Ermessen der einzelnen DirigentInnen.


Presse

Neue Musik? "Sooo cool!"
Eine Kinderoper auf Kampnagel, ein Experiment in Mümmelmannsberg:
Wie kommen die Kids zur Klassik?

Von Marcus Stäbler

Der Klassik-Betrieb hat ein Problem: Es fehlt der Nachwuchs. In Konzerten mit Neuer Musik, in denen sich häufig der immer gleiche Zirkel von Eingeweihten trifft, ist die Lage besonders eklatant. Aber wie lässt sich das ändern? Wie lässt sich die Barriere zwischen jungen Menschen und Neuer Musik abbauen? Zwei Projekte versuchen es derzeit in Hamburg.

Ein klobiger Gebäude-Komplex mit dem Betonkasten-Charme der Siebziger, drinnen eine fies-bunte Farbsünde in Orange-Blau - rein optisch wirkt die Gesamtschule Mümmelmannsberg wirklich nicht wie ein Hort künstlerisches Kreativität. Doch der erste Eindruck trügt. Der Musiktrakt ist Schauplatz einer spannenden Veranstaltung: Im Rahmen des Landesmusikrat-Projektes "Eine Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts" erarbeitet dort eine 11. Klasse gemeinsam mit dem Wiener Komponisten Karlheinz Essl (* 1960) das von ihm eigens konzipierte Stück downside up. Von zufallsgenerierten Lichtsignalen gesteuert, sollen die Schüler bestimmte Klänge ausführen, und zwar nicht auf herkömmlichen Instrumenten, sondern mit Alltagsgegenständen. Etwa Schneebesen, die unterschiedlich schnell im Kochtopf gerührt werden und so ein maschinenartiges Rauschen erzeugen. Oder quietschende Luftballons. Ganz nebenbei: Bei der Zeitungs-Musik erweist sich, dass die MOPO [Hamburger Morgenpost] durch ihr weiches Papier sogar zum Rascheln noch besonders gut geeignet ist...

Ziel der von reichlich Gekicher begleiteten Aktion ist es "natürlich nicht, das alles zur Lieblingsmusik der Schüler zu machen", wie Musiklehrerin Dorothea Kaufmann sagt, "sondern ihre Ohren für Neues zu öffnen". Das gelingt besonders gut in der nachmittäglichen, konzentrierten Probe mit kleineren Gruppen: Beim Experimentieren mit dem Klang des Waschbretts entspinnt sich tatsächlich zwischen den vier Mädchen so etwas wie ein musikalisches Gespräch. Die junge Tanaz (17) hat dann auch ihre anfängliche Skepsis abgelegt und meint, es mache "ja doch Spaß". Und ihre Mitschülerin Songül (17), genannt "Sonny", hat an die Tafel geschrieben: "Neue Musik ist cool!" (...)

Neue Musik ist cool!


Mittwoch, 13. Februar 2002: Hamburger Morgenpost


Die Klänge eines belauschten Schulweges
Hamburgs Kinder sind zu einer Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts aufgebrochen
Von Marcus Stäbler

(...) Mit Beginn des Schuljahres 2001/02 ging die „Reise“ dann in ihre zweite Runde. Bei der Auswahl der neuen Projektpaare legte die Jury besonderen Wert auf eine nach sozialen und geografischen Gesichtspunkten ausgewogene Verteilung, wie die verantwortliche LMR-Geschäftsführerin Ute Hermann betont: „Es war uns sehr wichtig, dass wir nicht nur die Schulen berücksichtigen, die sowieso schon gut mit Musik ausgestattet sind. Wir wollten vielmehr unbedingt an Schulen gehen, die vielleicht auch eine schwierige, multinationale Schülerschaft haben und die aber trotzdem mit ganz engagierten Schulmusikern bereit waren, einen ganz neuen Weg auf der ‚Reise‘ zu bestreiten.“

So fand etwa die erste Kooperation des zweiten Jahres an der Gesamtschule in Mümmelmannsberg statt – einem im Osten Hamburgs gelegenen Stadtteil, der als besonders schwieriger „sozialer Brennpunkt“ gilt. Hier war der Wiener Komponist Karlheinz Essl in einer 11. Klasse zu Gast, um das Stück „downside up – outside in“ einzustudieren. Dabei waren die Schüler angehalten, in vier verschiedenen Gruppen bestimmte Klänge auszuführen, die mit Alltagsgegenständen erzeugt wurden: Mit Schneebesen, die unterschiedlich schnell im Kochtopf gerührt werden und so ein maschinenartiges Rauschen erzeugen; mit reisgefüllten Getränkedosen oder quietschenden Luftballons. Die Abfolge dieser Klänge wurde dann in der Endfassung von computergenerierten Lichtsignalen gesteuert.

Wie nicht anders zu erwarten, begleiteten die eher Hip-Hop-orientierten Kids dieses etwas andere Musikerlebnis zunächst einmal mit einigem Gekicher. Doch als vier Mädchen nachmittags die Gelegenheit hatten, alleine mit den unterschiedlichen Klangmöglichkeiten von Waschbrettern zu experimentieren, entstand plötzlich eine intime Atmosphäre des aufmerksamen Zuhörens, der musikalischen Kommunikation. Und genau darum ging es ja auch in erster Linie, wie die Musiklehrerin Dorothea Kaufmann sagt: „Ziel der Aktion war es nicht, das alles zur Lieblingsmusik der Schüler zu machen, sondern ihre Ohren für Neues zu öffnen und eine Sensibilität für andere Klänge zu wecken.“

Neue Musikzeitung 2002/09


Musik(er) für morgen
SCHULPROJEKT: "Eine Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts" bringt Kinder und Komponisten zusammen.
Von Marcus Stäbler

Der E-Musik-Betrieb in Deutschland krankt seit geraumer Zeit an einem Nachwuchs-Problem: Weil jüngere Zuhörer wegbleiben, ist sein Publikum einem scheinbar unaufhaltsamen Alterungsprozess unterworfen. Besonders eklatant ist die Lage in Konzerten mit Neuer Musik, in denen sich häufig der immer gleiche Zirkel von Eingeweihten trifft. Um diesen Zustand zu ändern, hat der Hamburger Landesmusikrat (LMR) im Jahr 2000 das Projekt "Eine Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts" ins Leben gerufen, in dessen Rahmen eine Kooperation zeitgenössischer Komponisten mit ausgewählten Schulklassen stattfand.

(...) So war etwa der Wiener Komponist Karlheinz Essl - ein international renommierter Tonkünstler, der mehrfach als Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik aufgetreten ist - Anfang Februar in der Gesamtschule Mümmelmannsberg zu Gast. Mit einer elften Klasse arbeitete er dort an einem von ihm eigens konzipierten Stück, in dem die Schüler nach computergesteuerten Zeitabläufen Geräusche zu erzeugen hatten: Luftballon-Quietschen, Zeitungsrascheln und anderes mehr. Zunächst begleiteten die eher Hip-Hop-orientierten Kids diese etwas andere Ensemble-Probe mit einigem Gekicher. Doch als vier Mädchen nachmittags die Gelegenheit hatten, allein mit den unterschiedlichen Klangmöglichkeiten von Waschbrettern zu experimentieren, entstand eine Atmosphäre aufmerksamen Zuhörens, von musikalischer Kommunikation. Und genau darum ging es bei der Veranstaltung ja auch, wie Musiklehrerin Dorothea Kaufmann sagt: "Ziel war es nicht, das alles zur Lieblingsmusik der Schüler zu machen, sondern ihre Ohren für Neues zu öffnen und Sensibilität für andere Klänge zu wecken."

Hamburger Abendblatt, 26.06.2002


Reaktionen von HörerInnen

Meine Meinung zur "neuen Musik" des 21. Jahrhunderts
Dzemil Dzabiri (Klasse 10a)

(...) Auf dem Konzert schien anfangs die Musik sehr verwirrend und ungewohnt, aber beim intensiveren Zuhören hörte ich, wie die Töne und Klänge sich miteinander kombiniert haben. Aus Geräuschen und Klängen entstand schließlich Musik. Ich hätte nie gedacht, dass man mit solchen alltäglichen Gegenständen so ein Klanggedicht herstellen kann.

Als uns Karlheinz Essl [in seiner Einführung vor dem Konzert] aufgefordert hat, unsere Augen zu schließen, konnte ich die Variationen der Klänge viel besser heraushören. Manche Töne und Klänge konnte ich mit Geräuschen aus der Natur vergleichen. Z.B. das Zerknüllen der Zeitung konnte ich mit den Klängen des Meeres verbinden. Oder das Kneifen des Luftballons klang ab und zu wie Gewitter.

Im allgemeinen fand ich das Konzert schon interessant und es ist mal was Neues. Zum Tanzen ist die Musik aber nicht geeignet und man könnte sich mehrere Variationen einfallen lassen.


Eindrücke zum Stück
Marshah (Klasse 10f)

Beim Blasen der Flaschen kommt man in einer nachdenklichen Stellung. Mir kommt es auch so vor, dass es immer lauter wird.

Man überlegt, was kommen wird während des Stücks, wenn es jedoch zum Ende kommt, ist es wie ein Ohrwurm.

Das jeder [der aufführenden SchülerInnen] sitzen bleiben sollte, fand ich gut, da es noch geheimnisvoller wirkte, weil man erstmals "suchen" musste, wer was spielt.

Schön ist der Übergang von den Dosen zum Zeitungspapier.

Vielleicht sollten die Dosengeräusche in verschiedenen Takten geschüttelt werden.

Als die "Zeitungsleute" verschiedene Schnelligkeiten angewandt haben, kam es mir erst wie bei der Armee vor, danach wie Pferdereiten.

Man fragt sich, was der/diejenige einem mit dem Stück sagen möchte; Pointe. Vielleicht ist es aber gerade, dass es die Sinnlosigkeit, dieses Unbegreifliche darstellen soll.

Mir ist aufgefallen, dass wenn die Lichter bei mehreren Gruppen gleichzeitig angingen, dass ich mich dort[hin] umgedreht habe, wo es am lautesten war und was mich berührt (im Sinne Probleme) z.B.: das Zeitungsdrücken hörte sich für mich wie ein Weinen an.


Literatur

Dorothea Kaufmann, "Neue Musik ist cool..." - oder? Eine Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts
in: Musik und Leben. Freundesgabe für Sabine Giesebrecht zur Emeritierung, hrsg. von Hartmuth Kinzler (= Univerisität Osnabrück, Schriftenreihe des Fachbereichs Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Bd. 18), S. 195 - 224.



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Updated: 31 Jan 2006