Karlheinz Essl

Portrait KHE

Drowned

electronic soundtrack for an experimental dance video by Bernd R. Bienert
2006


Basics | Performances


drowned   Ausgangspunkt ist das Thema einer in der Seine ertrunkenen Frau. Horvath, die Tote, das Foto der Totenmaske.

Woher kam sie und warum beging sie Selbstmord?
War es Selbstmord, war es Mord, ein Unfall?
Was könnten die Gründe sein. Unglückliche Liebe, Drowning Lovers?
Gab es ein Kind, war sie schwanger? Wer war der Vater, der Liebhaber?
Ist alles Fiktion, wahr?

Ein Spiel mit Assoziationen. Die Lösung der sich auftuenden Fragen überlasse ich dem Zuschauer, der seine eigenen Assoziationen zu Text und Bild zusammenstellen soll. Schon bei «Österreich tanzt 2005» habe ich mich in meinem Stück «Frames-Counter Memory» mit Hanna Bergers Unbekannter aus der Seine auseinandergesetzt, damals mehr mit Blick auf die überlieferte Choreografie und das choreografischen Material. Davon ausgehend war ich etwas Eigenes gefunden, sodass schließlich das originale Solo Bergers aus dem Stück gänzlich eliminiert wurde. Kein expliziter Hinweis war für den Zuschauer mehr sichtbar, aus Bergers choreografischem Material wurde meine eigenständige Arbeit.


Diesmal dreht sich die Auseinandersetzung um die möglichen Ausgangspunkte der Handlung. Mein Video kann und soll darüber hinaus als rein abstrakt komponierte Arbeit gesehen werden - ähnlich Mondrian, ausgehend vom realistischen Abbild eines Baumes in die Abstraktion von Strichen und Flächen, von Körper, Bildern und Bewegung überleitend. (Bernd R. Bienert)

«Früher dachte ich, was man im Kopf durchspielt, ist Fantasie; und Fantasien seien zulässig. Sie sind es nicht, denn keiner weiß, wie nahe sie an die Tatsachen herankommen, wann sie unabänderlich werden.» (Sabine Gruber)


Drowned
Tanzvideo von Bernd R. Bienert (2006)

Konzept, Video, Regie: Bernd R. Bienert
Tanz / Video: Karl Schreiner, Doris Reisinger
Text: Sabine Gruber
Musik: Karlheinz Essl



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Updated: 9 Jun 2006