Karlheinz Essl

Portrait KHE

Familiar Strangers

Electronic music based on photo collages by Christoph Überhuber on Franz Kafka, Hanna Arendt and Max Weber
2011


Basics | Performances


Bei einer Kunst-Veranstaltung Bekannte Gesichter / Gemischte Gefühle im project space am Karlsplatz hat am 9. November 2011 der Komponist und Medienkünstler Karlheinz Essl drei Eigenkompositionen vorgestellt, die angeregt durch Bilder von Christoph Überhuber entstanden sind. Neue Musik und bildende Kunst traten an diesem Abend in ein Wechselspiel und wurden gemeinsam präsentiert. Zur Einführung in diese Kunstveranstaltung sprach Peter Bogner, Direktor des Künstlerhauses Wien, über den Zusammenhang zwischen Musik und den visuellen Künsten. Die Bilder von Christoph Überhuber, in denen ihrerseits die Schwingungen der Musik Karlheinz Essls spürbar sind, waren erstmals öffentlich zu sehen.


Video: Produktion von ART IN THE CITY



About

Meine elektronischen Kompositionen des Zyklus' Familiar Strangers verdanken ihre Entstehung den Fotoarbeiten Christoph Überhubers, die am 9. November 2011 im project space am Wiener Karlsplatz ausgestellt wurden. An diesem Abend fokussierte ich mich auf drei seiner Portrait-Collagen, die ich mit meinem elektronischen Computerinstrument m@ze°2 live vertonte. Eines davon bezog sich auf Franz Kafka, die beiden anderen konzentrierten sich auch Hannah Arendt bzw. Max Weber.


Familiar Stranger: Kafka

Insecure Worlds
Animation film by Iulian Moise and Christoph Überhuber
based on Karlheinz Essl's piece Familiar Stranger: Kafka
© 2011-2013


In meiner Kafka-Vertonung verwendete ich ausschließlich geräuschhaftes Klangmaterial und weißes Rauschen, das ich in einem luciden Trancezustand zu einer Echtzeit-Komposition formte. Diese diente - unbearbeitet! - als Soundtrack für den Animationsfilm Insecure Worlds, den Iulian Moise aus den Fotos von Christoph Überhuber destillierte.

Im Normalfall ist es die Musik, die den Film vertont und sich seiner Dramaturgie unterordnet. Hier aber war es umgekehrt: Der Soundtrack war zuerst da und wurde von den beiden Künstlern in kongenialer Weise bebildert. Die Spannungskurven meiner Klangkomposition dienten als Auslöser grotesker Bilderwelten, die Kafkas qualvolle Absurditäten auf sehr persönliche Weise interpretieren. Dabei kommentieren sich Bild und Ton gegenseitig und verschmelzen in wunderbarer Weise miteinander.



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Updated: 5 Jun 2013